Chronik

Die SG Untergimpern kann im Jahr 2017 auf 85 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Als Gründungsjahr des “Turn und Sportverein Untergimpern“ – so hieß der Verein damals – gilt das Jahr 1932. In diesem Jahr wurde der Verein beim Fussballverband gemeldet.
Der Fussballsport dürfte in Untergimpern aber älter sein, denn schon 1922 ist ein “Fussball Club Olimpia Untergimpern“ bekannt. Die SG Untergimpern besitzt ein Bild aus jenen Jahren mit der Überschrift “Fussball Club Olimpia Untergimpern“ – gegründet 1922.

In der Umgebung von Untergimpern gab es zu jener Zeit einige wenige Vereine, die dem Fussballsport huldigten, gegen die man Freundschaftsspiele durchführte. Die Spiele fanden meist auswärts statt, da in Untergimpern ja kein Sportplatz vorhanden war. “Heimspiele“ fanden auf Wiesen und Stoppelfeldern statt. Dazu wurden zwei Tore errichtet. Nicht selten waren diese Tore zu Spielbeginn wieder verschwunden, und es mussten neue Stangen besorgt werden. Dabei durfte man sich aber nicht vom Förster erwischen lassen. Das Spiel musste auch beendet sein, bevor der Besitzer der Wiese oder der Feldschütz vom Ort des Spiels Kenntnis erhielt. Da nicht immer eine abgemähte Wiese vorhanden war, spielte man oft auch auf ungemähten Wiesen und trampelte das Gras nieder. Strafzettel an die einzelnen Spieler waren die Folge. Das hielt aber die Spieler nicht davon ab, weiterhin ihr geliebtes Fussballspiel zu spielen.

Das Sportplatzproblem blieb auch in den folgenden Jahren “das Problem Nr. 1“ und ist es noch sehr lange geblieben. So lesen wir in einer Tageszeitung vom 31. März 1929: “In voller Begeisterung hat eine Anzahl der Sportfreunde hiesiger Gemeinde den seit Jahren aufgehobenen Fussballverein wieder ins Leben gerufen. Da die Gemeinde Untergimpern wenig begütert ist, und uns einen geeigneten Platz nicht zur Verfügung stellen konnte, sahen wir uns veranlasst, uns an einen nahe gelegenen Gutspächter zu wenden, der sich bereit erklärte, uns einen geeigneten Platz zu verpachten. Bedauerlicherweise soll ein Mitglied des Gemeindeparlaments den Pächter gewarnt haben, uns den Platz zu verpachten. Anstatt für die Hebung des Sportes einzutreten, wie es in anderen Gemeinden der Fall ist, wird er hier noch unterdrückt. Der Pächter bebaute dann ohne jegliche Rücksprache mit dem Verein den Platz. Wir hoffen aber, dass das Bestreben der Jugend, in absehbarer Zeit einen solchen zu bekommen, doch noch von Erfolg gekrönt sein wird. Der Artikel zeigt deutlich die feindliche Haltung, die man in jener Zeit dem Fussballsport entgegenbrachte. Zur Ehre der Untergimpener Bürger muss aber gesagt werden, dass dies zu jener Zeit im ländlichen Bereich allgemein, also nicht nur in Untergimpern der Fall war. Die Gemeinde war noch nie reich, und außerdem gibt es in der hügeligen Gemarkung wenig geeignetes Gelände, das zur Anlage eines Sportplatzes geeignet war. Man spielte also weiter auf Wiesen. Dies hatte zur Folge, dass mehrere Spieler aus Untergimpern bei anderen Vereinen spielten, die bereits Verbandsspiel aus trugen.

Anfang der 30er Jahre bahnte sich dann eine Lösung für das Sportplatzproblem an. Der Fussballclub und der damals noch bestehende Turnverein schlossen sich zusammen und bildeten den “Turn und Sportverein Untergimpern“. Er wurde 1932 beim Fussballverband gemeldet. Zu seinem ersten Vorstand wurde Heinrich Weiß gewählt, dem 1935 Emil Wohlgemuth folgte. Einer der “auswärtigen Spieler“ spielte mit seiner Mannschaft in Mühlbach bei Eppingen in einem Verbandsspiel mit. Der dortige Sportplatz war in einem Steinbruch angelegt. Da in Untergimpern einige ausgediente Steinbrüche vorhanden waren, prüfte man die Anlage eines Sportplatzes in einem solchen Gelände auch in Untergimpern. Der Steinbruchbesitzer war bereit das Gelände dem “Turn und Sportverein“ zu verpachten. Es wurde ein Pachtvertrag von 40 Jahren abgeschlossen. Die Gemeinde Untergimpern griff dem Verein kräftig unter die Arme, indem sie das Pachtgeld für die 40 Jahre bezahlte.

Zusammen mit der Gemeinde wurde nun beantragt, die Planierungsarbeiten in “Notstandsarbeit“ durchzuführen. Vom Arbeitsamt Heidelberg wurden 900 Arbeitstage genehmigt. Ein Arbeiter bekam einen Arbeitslohn von 2,20 Mark pro Tag. Die genehmigten Arbeitstage reichten aber bei dem riesigen Umfang an Erdbewegungsarbeiten bei weitem nicht aus. So mussten zusätzlich zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden von den Mitgliedern geleistet werden. Von den Männern die damals halfen, wird berichtet, dass sie oft bis tief in die Nacht hinein bei Laternenlicht gearbeitet hätten. Als einzige “Maschinen“ standen ihnen Kipploren auf Schienen zur Verfügung. Das ganze Ausmaß der Leistung wird erst dann richtig sichtbar, wenn man weiß, dass das Niveau des erstellten Platzes an manchen Stellen mehr als 15 Meter höher liegt als der damalige Stein bruch. Am 2. Juni 1935 wurde der Sportplatz mit einem Sportfest eingeweiht. In einem Turnier maßen sich die Vereine der Umgebung: Babstadt, Heinsheim, Grombach, Kirchardt, Michelbach, Mosbach, Bad Rappenau, Reihen, Siegelsbach, Unterschwarzach, Waibstadt. Das Hauptspiel bestritt Untergimpern gegen 07 Mannheim und verlor 1:9.

Untergimpern spielte nach Fertigstellung des Platzes in der C-Klasse. Zwei Jahre später stieg der Verein auf. In einem Entscheidungsspiel gegen Neckargemünd verpasste man am Ende der Runde knapp den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse. In jener Zeit wurden mehrere Spieler zu Repräsentationsspielen abgestellt.

Durch den Kriegsausbruch 1939 kam dann der Spielbetrieb zum Erliegen. Der Wiederbeginn nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht leicht. Ein großer Teil der aktiven Spieler war gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten und kehrte erst spät zurück. So waren es neben wenigen der älteren Spieler in der Hauptsache junge Leute, die den Spielbetrieb wieder aufnahmen. Der Verein wurde als “SG Untergimpern“ wiedergegründet, den Vorsitz übernahm Adolf Hörner, der von Anton Krieger tatkräftig unterstützt wurde. Ihm folgte 1947 Fritz Zimmermann, ein Mitbegründer jenes “FussballClub Olimpia Untergimpern“.

Bereits an Kirchweih 1945 wurde das erste Freundschaftsspiel gegen Neckarbischofsheim ausgetragen. Die Beschaffung von Sportgeräten und Sportbekleidung in dieser Zeit gestaltete sich überaus schwierig, mancher Zentner Mehl, mancher Schinken und andere Lebensmittel, die für den eigenen Bedarf selbst dringend benötigt wurden, tauschte man gegen Bälle und Fussballschuhe ein. Der Sportplatz, mit einer Länge von 40 Meter viel zu kurz, wurde 1947 in Eigenarbeit auf 80 Meter verlängert. Tanzveranstaltungen und Theateraufführungen brachten das dafür benötigte Geld. Darüber hinaus wurden auch hier wieder zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden geleistet.

Durch die Initiative von Otto Brehm, Eugen Lutz und Otto Wedde wurde 1947 eine Damen-Handballmannschaft gegründet. In Spielen gegen Mannschaften der Umgebung konnten schöne Erfolge erzielt werden. Die Abteilung musste ein Jahr später wieder aufgelöst werden, da auch die Abteilungen der umliegenden Vereine aufhörten und somit auch keine Gegner mehr vorhanden waren.

Zusammen mit der Gründung der Handballabteilung benannte man den Verein in “Sportgemeinschaft Untergimpern“ um. Im Jahre 1948 übernahm Heinrich Bohn den Vorsitz. Der Verein spielte in der B-Klasse und verfehlte den Aufstieg in die A-Klasse nur knapp. Ein in diesem Jahr abgehaltenes Sport fest brachte einige tausende Reichsmark an Einnahmen. Der Grund: der Verein hatte das Pech, dass das Sportfest genau auf den Tag vor der Währungsreform fiel.

Heinrich Bohn legte 1949 sein Amt nieder und der damalige Schriftführer und Kassier Manfred Wohlgemuth wurde sein Nachfolger. Mit ihm kam die Jugend an die Vereinsspitze. Was dem Verein im Spieljahr 1948/49 nicht gelang, glückte ihm im Jahr darauf. Die 1. Mannschaft wurde Meister der B-Klasse Nord und stieg in die A-Klasse auf, in der sie im 1. Spieljahr auf Anhieb den 4. Tabellenplatz belegte. Dieser gute Beginn in der A-Klasse konnte nicht fortgesetzt wer den. Durch Todesfälle, Wegzüge und Verletzungen wurde die Mannschaft so geschwächt, dass im darauffolgenden Jahr der Abstieg nicht zu vermeiden war. Innerhalb der Mannschaft herrschte aber eine gute Kameradschaft und ein guter Zusammenhalt, so dass bereits in dem sich anschließenden Spieljahr 1952/53 wiederum die Meisterschaft in der B-Klasse Nord und damit der Aufstieg in die A-Klasse errungen werden konnte.

Der Verein spielte während seiner Zugehörigkeit zur A-Klasse immer eine gute Rolle und erreichte mehrfach vordere Tabellenplätze. Die Spieler Manfred Berlinghoff, Fritz Münch, Helmut Münch, Arthur Weiß und Josef Zeth erhielten zusammen mehr als 25 Berufungen in die Kreisauswahl. Im Jahr 1956 wurde erstmals die Pokalmeisterschaft innerhalb des Kreises Sinsheim ausgetragen. Die SG Untergimpern besiegte im Endspiel auf dem Sportplatz in Waibstadt des TSV Neckarbischofsheim mit 1:0 und wurde erster Pokalsieger des Kreises Sinsheim.

1953 begannen einige jugendliche Fussballer mit dem Training des Langstreckenlauf. In Ermangelung einer Aschenbahn trainierten sie auf der Straße und im Wald. Bei den Frühjahrswaldlaufmeisterschaften 1953 in Waibstadt wurde Klaus Altschuh als Jugendlicher Kreismeister in der höheren Juniorenklasse. In den folgenden Jahren holte er zusammen mit den Brüdern Karl und Robert Bohn 12 Kreismeistertitel in Einzeldisziplinen und 4 Titel in der 3 x 1000 m Staffel für die SG Untergimpern. Am 6. Mai 1956 richtete die SG Untergimpern die Kreiswaldlaufmeisterschaften aus. Mit über 90 Teilnehmern aus 15 Vereinen waren sie gut besucht. Im gleichen Jahr wurden auch Ortsmeisterschaften in leichtathletischen Disziplinen, verbunden mit den Bundesjugendspielen der Schule, durchgeführt. Die Abteilung löste sich bald wieder auf durch die Auswanderung von Karl Bohn und das Studium von Klaus Altschuh, der 1954 die Bestenliste des Badischen Leichtathletikverbandes im 1000 m Lauf der A-Jugend anführte und im selben Jahr als erster Athlet des Kreises Sinsheim die Bestennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes erhielt.

Über das im Jahr 1952 abgehaltene Sportfest gibt es wenig zu berichten. Es war total verregnet. Die Vereinsleitung war froh, als sie nach der Abrechnung feststellte, dass die Unkosten gerade gedeckt werden konnten.

Das 25jährige Jubiläum wurde am 29./30. Juni 1957 mit einem kleinen Festakt eröffnet. Der 1. Vorsitzende Manfred Wohlgemuth konnte dazu eine stattliche Anzahl Gäste begrüßen. Er überreichte 19 silberne und 15 bronzene Vereinsehrennadeln an verdiente Mitglieder. Ein Turnier der A- und B-Klasse schloss sich an. An beiden Abenden sorgte eine Tanzkapelle für Schwung und Unterhaltung.

Im Spieljahr 1958/59 belegte die 1. Mannschaft den zweitletzten Tabellenplatz und musste nach 7-jähriger Zugehörigkeit zur A-Klasse zum zweiten Mal absteigen. Danach spielte sie mit wechselndem Erfolg in der B-Klasse Nord, wo sie meist vordere Plätze belegte. Seit dem 50-jährigen Jubiläum, das an Pfingsten 1982 mit einem Turnier gefeiert wurde, ging es bei der SG sportlich steil bergauf. Man wurde Meiser der B-Klasse und stieg unter Trainer Herbold in die A-Klasse auf, am Ende der Saison erreichte die Mannschaft die Qualifikation für die neu gegründete Bezirksliga Sinsheim. Die 2. Mannschaft wurde im gleichen Jahr Meister der A-Klasse. Mit wechselndem Erfolg – 1986/87 wurde die Mannschaft Vizemeister und erreichte sogar das Pokalendspiel, das man gegen den VfB Eppingen erst in der Verlängerung verlor – gehörte die 1. Mannschaft bis 1990/91 der Bezirksliga an. Danach erfolgte wiederum der Abstieg in die Kreisliga B.

Tiefpunkt der SG war das Spieljahr 2003/2004 mit dem 14. Platz in der Kreisliga B. Dies war die schlechteste Platzierung seit mehr als 40 Jahren. Von da an ging es aber wieder aufwärts bei der SGU. Der sportliche Höhepunkt war zweifelsohne die Meisterschaft in der Kreisklasse 'B' 2007/2008 sowie der Durchmarsch von der Kreisklasse 'A' in die Kreisliga 2008/2009 wobei man fast 2 Jahre kein Punktspiel mehr verloren hat und außerdem noch im Pokalendspiel stand. Nach 2 Jahren Kreisliga musste man wieder eine Klasse tiefer, konnte jedoch rechtzeitig zum 80 jährigen Vereinsjubiläum die Meisterschaft und den sofortigen Wiederaufstieg feiern. Man kann sagen, dass die Jahre zwischen dem 75. und 80. Vereinsjubiläum die Erfolgreichsten der Vereinsgeschichte waren. Erfreuliches ist auch von der Reservemannschaft zu berichten, die in den Spieljahren 2004/2005 und 2005/2006 jeweils Staffelmeister wurde und auch im Jubiläumsjahr um die Meisterschaft mitspielte und dabei den 2.Platz in der Kreisklasse 'A' Reserve belegte.

In der Saison 1968/69 stellte der Verein erstmals einen Trainer ein, Hans Sigmann, nachdem schon vorher Helmut Münch die Mannschaft trainiert hatte. Ihm folgte in den beiden da rauffolgenden Spieljahren Fritz Rienessel. Bereits in der A-Klasse hatte Josef Sattler die Mannschaft einige Zeit trainiert. Auf Fritz Rienessel folgten dann die Trainer Kälberer, Zimmermann, Arlt, Görl, Treder, Kegel, Whang, Richter, Kuttler, Reger, Hausruckinger, Hautzinger, Altschuh, und Muth.Seit dem Spieljahr 2004/2005 hat Theo Strauß das sagen nur mit einer kurzen Unterbrechung von 6 Monaten.

Seit dem Spieljahr 1967/68 nimmt die SG Untergimpern auch wieder mit einer 2. Mannschaft, die auf Initiative von Kuno Krieger zustande kam, an Verbandsspielen teil. Dies war zweifelsohne ein Gewinn für den Verein, bedeutete es doch eine wesentliche Verstärkung in spielerischer Hinsicht. Bei der Generalversammlung 1968 erklärte der 1. Vorsitzende Manfred Wohlgemuth, dass er dieses Amt wegen beruflicher Überbeanspruchung nicht mehr wahrnehmen könne, er wolle sich aber weiterhin als Schriftführer und Kassier dem Verein zur Verfügung stellen. Die Versammlung bedauerte diesen Entschluss außerordentlich, denn der Verein lag seit 18 Jahren, in denen er von Manfred Wohlgemuth geführt wurde, in guten Händen. Man sah auch ein, dass die Übernahme von Ämtern – Vorsitzender, Schriftführer und Kassier – einem einzelnen nicht zugemutet werden konnte. Als Nachfolger wurde Kuno Krieger gewählt, dem 1976 Werner Bücker folgte. Von 1987 bis 2000 leitete Volker Münch die Geschicke der SGU. Dieser wurde 2000 von Werner Bohn abgelöst. Seit 2005 hat nun Karl Schneider dieses Amt inne.

Kameradschaft und Geselligkeit wurden bei der SG Untergimpern stets groß geschrieben. Dieses zeigte sich in den bis 1958 durchgeführten Theaterveranstaltungen. 1954 wurde der erste Vereinsausflug an den Bodensee durchgeführt, ab 1965 folgten dann in unregelmäßigen Abständen zwei- und mehrtägige Ausflüge, unter anderem ins Allgäu, zum Wolfgangsee und nach Südtirol. Seit 1968 wird alljährlich eine Winterfeier für die Vereinsfamilie und eine “Altenfeier“ für die betagten Einwohner abgehalten. Sportfeste 1962 – bei dem Helmut Münch für sein 600. Spiel für die SG Untergimpern geehrt wurde – und 1967, so wie zwei Gartenfeste, legten einen bescheidenen finanziellen Grundstock für weitere bauliche Maßnahmen am Sportplatz. Die Gemeinde erwarb 1965 das gesamte Gelände für 45.000 DM, Wasser und Strom wurden 1968 zum Sportplatz gelegt. Gleichzeitige Überlegungen zu einer Erweiterung des Sportplatzes scheiterten an der finanziellen Frage. Da die Wege vom Umkleideraum im Sportlokal im Dorf zum Sportplatz zu weit und im Sportlokal auch keine Wasch- und Duschmöglichkeiten vorhanden waren, war man gezwungen, den Bau eines Clubhauses in Angriff zu nehmen. Im Zuge dieser Baumaßnahme wurde der Verein am 20. Juni 1969 beim Amtsgericht Neckarbischofsheim als “Sportgemeinschaft Untergimpern e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen.

Beim 40jährigen Jubiläum 1972 war der Rohbau des Clubhauses bereits fertiggestellt, es konnte im Rahmen eines großen Turniers an Pfingsten 1975 eingeweiht werden. Auch hier wurden die gesamten Arbeiten in Eigenleistung verrichtet. Beim 40jährigen Jubiläum ernannte die Sportgemeinschaft Philipp Arnold, Ludwig Betz, Willi Hemberger, Hans Kriegersen und Emil Wohlgemuth zu Ehrenmitgliedern. Weiter werden 14 goldene, 17 silberne und 19 bronzene Ehrennadeln verliehen.

Schon zwei Jahre danach, ebenfalls an Pfingsten und wieder mit einem großen Turnier, konnte die SG Untergimpern das leidige Thema “Sportplatz“ zu den Akten legen. Mit der Einweihung des neuen Sportplatzes vom 27. – 30. Mai 1977 – der erste Platz, der in seinen Ausmaßen und seiner Oberflächen beschaffenheit den sportlichen Erfordernissen entspricht – war der letzte “große Wunsch“ aller Spieler und Mitglieder in Erfüllung gegangen. Ohne die Außen- und Flutlichtanlage betrugen die Herstellungskosten 310.000 DM, wovon das Land einen Zuschuss von 70.000 DM gewährte. Eine im selben Jahr erstellte Flutlichtanlage vervollständigte die gesamte Sportanlage.

An Pfingsten 1982 wurde vom 28. – 31. Mai das 50-jährige Jubiläum begangen. Dabei erhielten 10 Mitglieder eine Ehrung von Seiten des Verbandes, darunter Manfred Wohlgemuth die Verbandsehrennadel in Gold. Der Verein ehrte 10 Mitglieder mit der bronzenen Vereinsehrennadel. Die Mitglieder Werner Bohn, Helmut Münch, Fritz Münch, Egon Müller, Otmar Reichensperger, Winfried Huber und Manfred Wohlgemuth wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Zehn Jahre später, auch an Pfingsten, 1992 wurde vom 5. – 8. Juni das 60-jährige Jubiläum begangen. Dabei erhielten Kuno Krieger und Meinhard Wohlgemuth die Verbandsehrennadel in Silber. Der Verein ehrte 2 Mitglieder mit der bronzenen, 14 Mitglieder mit der silbernen und 3 Mitglieder mit der goldenen Vereinsehrennadel. Die Mitglieder Klaus Altschuh, Robert Bohn, Hermann Gabel und Wilhelm Stiefel wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Fünfzehn Jahre später, 2007 wurde vom 6. - 8. Juli das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Dabei erhielt Meinhard Wohlgemuth die Landesehrennadel von BGM. Vogt überreicht. Der Verein ehrte 2 Mitglieder mit der bronzenen, 7 Mitglieder mit der silbernen und 2 Mitglieder mit der goldenen Vereinsehrennadel. 11 Mitglieder wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und die Mitglieder Ritter Hugo und Edwin Wagenbach wurden beim 75. Jubiläum für 50 Jahre Mitgliedschaft besonders geehrt.

Durch die starke Inanspruchnahme des Tennenplatzes traten Schotter aus dem Untergrund an die Oberfläche, sodass 1989 eine Teilrenovierung des Spielfeldes für 38.000 DM notwendig wurde. Aber bereits Ende 1991 bis Anfang 1992 wurde der nicht mehr zeitgemäße Tennenplatz durch die Fa. Löbel in ei nen Rasenplatz umgebaut, wobei gleichzeitig eine vollautomatische Beregnungsanlage mit Wasserrückgewinnung eingebaut wurde. Maßgeblichen Anteil an dieser Baumaßnahme hatten die Vereinsmitglieder Werner Bohn und Josef Müller, die von Vereinsseite aus zum Gelingen dieses Vorhabens beitrugen. Dazu war der Bau einer Pumpstation mit Wasserbehälter notwendig. Im nördlichen Bereich der Sportanlage entstand ein ca. 30 x 40 Meter großes Trainingsspielfeld, um das Haupt spielfeld zu schonen. Die Umbaukosten betrugen ca. 170.000 DM.

Weiter waren umfangreiche Renovierungsarbeiten am Clubhaus erforderlich (Heizungsanlage, Sanitäranlagen, Besuchertoiletten, Küche, Außenfassade), die nochmals ca. 140.000 DM verschlangen. Bei allen baulichen Maßnahmen trugen Zuschüsse durch den Badischen Sportbund, den RheinNeckar Kreis und die Stadt Neckarbischofsheim zur Realisierung bei; ein beträchtlicher Eigenanteil musste stets von der SG Untergimpern aufgebracht werden.

Auch nach dem 60-jährigen Jubiläum 1992 wurden noch weitere Renovierungsarbeiten durchgeführt. So wurde im Zeitraum 2004 bis heute eine neue Küche eingebaut, die Stromversorgung im Sportheim erneuert, die Sanierung der Duschen und des WC im Untergeschoss vorgenommen, neue Fenster im Unter- und Obergeschoss eingebaut. Auch der Heizraum mit neuem Heiztank musste renoviert werden. Letzte Maßnahme war die Pflasterung des Vorplatzes und die Erneuerung der Außenfassade. Auch hier wurden alle Maßnahmen in Eigenleistung und zu 90 % mit Eigenmitteln finanziert.

Die Wichtigkeit der Jugendarbeit wurde bei der SG Untergimpern recht früh erkannt. 1949 wurde die erste Jugendmannschaft nach dem Kriege aufgestellt. 1966 kam dann eine Schülermannschaft hinzu. Die Arbeit gestaltete sich wegen der geringen Einwohnerzahl in den Anfangsjahren schwierig, nicht immer konnten 11 Mann auf das Spielfeld geführt wer den. Während der Verein noch 1977 mit vier eigenen Jugend mannschaften antreten konnte, mussten infolge der geburtsschwachen Jahrgänge in der Folgezeit zusammen mit dem TSV Obergimpern gemeinsam Mannschaften gebildet werden. 1991 kam zu dieser Spielgemeinschaft noch der TSV Neckarbischofsheim hinzu. Im Jahr des 60-jährigen Bestehens wurden zwei E- und zwei F-Jugend-Mannschaften betreut.

Schon 1992 begann die erfolgreiche Arbeit der Spielgemeinschaft mit der Erringung der „Badischen Meisterschaft der D-Jugend“ Früchte zu tragen. Die Erfolge häuften sich in den Folgejahren mit verschiedenen Meisterschaften in den verschiedenen Jugendklassen. Im Spieljahr 1996/97 stieg die C-Jugend in die Landesliga auf, wo sie sich dann zwei Spielzeiten halten konnte. Ebenso schaffte auch die A-Jugend das Kunststück im Spieljahr 2002/03.

Doch nicht nur das Sportliche stand im Vordergrund, nein auch das Gesellige wurde immer gepflegt. Nicht zu vergessen sind die Aufenthalte im Allgäu im Anwesen der Familie Kappes oder die Ferienlager in der Pfalz. Aber gewiss am schönsten für die Jugendlichen der SGU war die Teilnahme an den Turnieren in Barcelona in den Jahren 1999 mit der BJugend und 2000 mit der D und CJugend. Zwischen den Jahren 1993 und 1999 waren bis zu 35 Jugendlichen bei der SGU aktiv. Doch leider wurden es dann von Jahr zu Jahr immer weniger so dass im Jubiläumsjahr nur noch ca. 20 Jugendliche die bei den Bambinis in den E und B-Junioren spielen noch angemeldet sind. 1978 gründete die SG Untergimpern eine Wanderabteilung und trat gleichzeitig dem Internationalen Volkslaufverband bei. Die Abteilung fand große Resonanz und beteiligte sich regelmäßig an Volkswandertagen über das ganze Jahr hinweg. Seit 1979 führte die Abteilung jeweils am 1. Mai einen internationalen Wandertag durch, wobei die Großveranstaltung 1979 von 3.600 Wanderern besucht wurde. Die Abteilung wurde seit ihrer Gründung von Raimund Bauer mit großem Einsatz ge führt. Nachlassendes Interesse von Seiten der Mitglieder beim Wandern und in der Mitarbeit bei der Organisation der Wandertage führten 1984 zur Auflösung dieser Abteilung, nachdem 1983 der 5. und letzte Wandertag durchgeführt wurde.

Die 1976 vom Verein ins Programm aufgenommenen Grümpel spiele erfreuten sich anfangs großer Beliebtheit, in den letzten Jahren ging die Zahl der teilnehmenden Mannschaften jedoch stark zurück. So dass zur Zeit keine Grümpelspiele mehr statt finden.

Fester sportlicher Bestandteil ist das im Jahre 1988 ins Leben gerufene Krebsbachpokalturnier, das alle zwei Jahre zur Saisonvorbereitung unter Teilnahme der umliegenden Vereine stattfindet, ab 2010 wurde dieses Turnier zu Ehren des langjährigen 1.Vorsitzenden Manfred Wohlgemuth in "Manfred Wohlgemuth Gedächtnisturnier" umbenannt.

Auf Initiative von Simone Eberling findet seit 4 Jahren immer Ende Juli ein 3 tägiges Fußballcamp für Kinder unter 14 Jahren statt, das bisher immer gut besucht war und seit 2010 mit einem 11 Meter Turnier noch bereichert wurde.

Am 19. März 1985 erfolgte die Gründung einer Gymnastikabteilung. Initiatoren waren Brigitte Altschuh, Anneliese Bohn, Elisabeth Huber, Monika Kirchdörfer und Heike Wehrle. 1989 erfolgte der Beitritt zum Badischen Turnerbund. Im Jahre 2005 feiert die Gymnastikgruppe ihr 20jähriges Be stehen und ehrte 10 Mitglieder für 20 Jahre Mitgliedschaft. Derzeit besteht die Abteilung aus 16 Mitgliedern die sich ein mal wöchentlich zu einem abwechslungsreichen Training wie StepAerobic, Bodyworkout, Rückengymnastik usw. trifft. Übungsleiterinnen sind derzeit Birgit Schäfer und Dagmar Mürschberger, die im Wechsel die Sportstunden gestalten. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, da man einige Freizeitakti vitäten wie Grillfest, Jahresausflug, Weihnachtsfeier etc. gemeinsam bestreitet.

Schon zur Tradition geworden ist auch das alljährlich stattfindende Dorffest, das die SG zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr seit 1984 organisiert und zahlreiche Besucher aus nah und fern anlockt. Seit 2007 ist Sonntags das Entenrennen im Krebsbach einer der Höhepunkte beim Dorffest.

Die SG Untergimpern hat auch eine Vereinszeitschrift. “Die Vereinsbrille“, die erstmals 1988 auf Initiative der Mitglieder Werner Bohn, Wolfgang Huber und Josef Müller erschien, zu denen 1990 noch Toni Carbone stieß. Sie erscheint bei jedem Heimspiel, ihre Gesamtauflage beträgt 2.000 Stück und wurde beim Vereinsmitglied Klaus Voelschow in Heilbronn gedruckt. Sie hat sich zur Aufgabe gestellt, den Verein finanziell zu unterstützen und die Mitglieder und Zuschauer über das Geschehen im Verein zu informieren. Seit ca. 15 Jahren wird die Vereinsbrille von Meinhard Wohlgemuth und durch Unterstützung der Vorstände am Leben erhalten. Das Layout und die Gestaltung wurde seit 2008 von Meike Meyer übernommen und bei der Firma Franz Mediaprint gedruckt.

Alle Jahre wieder ... seit 1998 veranstaltet die SG auch ihren beliebten Adventsmarkt. Seit dieser Zeit hat sich hierfür auch ein Bastelkreis gefunden, der hierfür immer wieder schöne Adventsdekos herstellt und zum Verkauf anbietet.

Von 2003 bis 2007 wurde auf dem “Blutberg“ gerockt, erst 1 Tag, dann ab 2005 – 2 Tage!!! Auf Initiative von Laura und Salvatore Carbone fanden alljährlich im Sommer eine Open Air Veranstaltung auf dem Sportgelände der SG statt. Zahl reiche jugendliche Besucher finden hierbei immer wieder den Weg zum Sportgelände um mit ihren Lieblingen zu rocken.

Seit 2008 veranstaltet die SG Untergimpern beim Dorfbrunnen ihr Frühlingsfest, dem 2009 noch das Herbstfest folgte und somit zu beliebten Treffpunkte der Untergimperner Bürger wurde.

“Jüngstes Kind“ der SG Untergimpern ist die Frauenmannschaft. Auf Initiative von Simone Eberling und Stefanie Hausruckinger wurde 2005 eine Frauenfussballmannschaft gegründet. Gleich im ersten Jahr konnte man in der Landesliga Kleinfeldstaffel 2 die Meisterschaft erringen. Im Entscheidungsspiel gegen den Vizemeister der Kleinfeldstaffel 1 mussten sich die Frauen unglücklich mit 1:0 geschlagen geben. Aufgrund der vielen Neuzugänge spielt die Frauenmannschaft seit der Saison 2007 / 2008 auf Großfeld. Der Höhepunkt war hier die Vizemeisterschaft und der damit verbundene Aufstieg im Spieljahr 2008/2009 in die Verbandsliga, Zeitgleich mit dem Aufstieg der Männer in die Kreisliga. Nach 2 Jahren Verbandsliga ging man freiwillig wieder in die Landesliga zurück, in der die Frauen auch im Jubiläumsjahr 2012 spielten. Als Unterbau diente die B-Mädchenmannschaft, welche in der Landesliga Kleinfeld dem runden Leder nachjagte. Mittlerweile sind die Mädchen "groß geworden" und spielen seit einiger Zeit bei den Frauen mit.